Weihnachten und Werbung

O du fröhliche, o du wahnsinnige …

… umsatzbringende Werbeweihnachtszeit.

Besinnlichkeit, Wärme, Familie, Zuhause – alles Begriffe, die wir mit der weihnachtlichen Jahreszeit verbinden. Und spätestens, wenn „Last Christmas“ im Radio ertönt und der Coca Cola Truck im Fernsehen seine Runden zieht, wissen wir, es ist wieder so weit: Weihnachten steht vor der Tür.

Jährliche Spots, wie von Coca Cola oder EDEKA, gehören inzwischen genauso zu Weihnachten, wie die überfüllten Fussgängerzonen und die Schlangen vor den Glühweinbuden auf den Weihnachtsmärkten. Besonders vor Weihnachten ziehen die Werbeausgaben von Unternehmen deutlich an, denn der Anteil des Weihnachtsgeschäfts am Jahresumsatz liegt segmentübergreifend bei rund 19 Prozent (Statista, 2017). Seit 2012 steigen die Ausgaben zur Weihnachtszeit von Jahr zu Jahr.

Das mag vielleicht auch daran liegen, dass der Umsatz des Einzelhandels steigt. Während 2012 noch ein Umsatz von rund 82,9 Milliarden Euro erzielt wurde, so waren es 2017 schon rund 98,3 Mrd. Euro (Statista, 2018). Laut IFH Köln (2018) liegt der Anteil des Online Handels am Gesamtumsatz dabei bei 12,4 % – Tendenz deutlich steigend. Es ist natürlich bequemer, sich von der Couch aus die Geschenke auszusuchen und sie sich – wohl möglich bereits verpackt – nach Hause senden zu lassen, statt sich durch die Menschenmassen in den Kaufhäusern zu drängeln. Und doch stimmt die Mehrheit der Deutschen nach wie vor für den stationären Handel als wichtigste Einkaufsmöglichkeit.

Also, Achtung Weihnachtswahnsinn: Die meisten Geschenke werden statistisch gesehen zwischen dem 01. und 15. Dezember gekauft (ebd.). Bis dahin bleibt es wohl voll in unseren Innenstädten.


Quellen: Statista Dossier zum Thema „Weihnachtsgeschäft in Deutschland“ (2018), Deutsches Institut für Marketing (2018), Horizont (2018).