Print für das Downshifting

Printwerbung?

Liegt absolut im Trend der Entschleunigung.

Durch die sich wandelnden sozialen und technischen Gegebenheiten im Zuge der Digitalisierung in unserem Umfeld verändern sich auch unsere Bedürfnisse. Mehr Fortschritt, schnellere Informationsbeschaffung und neue Kanäle bilden auch für den Medienkonsum neue Umstände.

So checken wir morgens auf dem Weg zur Arbeit schnell die Informationen der Welt auf unserem Smartphone, sehen uns bei Facebook oder Instagram an, was unsere Freunde oder vermeintlichen Bekannten tun. Und das alles in einer rasanten Geschwindigkeit. 

Und doch gibt es immer wieder ein Stichwort, das präsenter wird, je schneller wir uns in der Medienwelt bewegen: Entschleunigung. 

Zum Thema Entschleunigung spuckt Google aktuell ungefähr 894.000 Ergebnisse aus. „7 Tipps, wie Du Dein Leben entschleunigst“, „Hektik im Alltag, so finden Sie wieder zu sich selbst“ und „Lebe lieber einfach, die Welt ist mir zu viel“ sind nur einige Überschriften, die sich mit dem Trend des so genannten „Downshiftings“ beschäftigen. 

Und natürlich wird hier auch das Thema Medienkonsum aufgegriffen. Eine Zeit ohne Social Media einlegen, weniger einkaufen und  Prioritäten setzen – alles Dinge, die dabei helfen sollen, sein Leben zu entschleunigen. 

Und was passt da besser, als einfach einmal in Ruhe eine Zeitung zu lesen.

Nicht das schnelle Hinwegscrollen über irgendwelche Artikel, die sowieso niemanden interessieren, sondern ein Magazin lesen, das Themen beinhaltet, für die man sich wirklich begeistern kann. Die Zahl der publizierten Publikumszeitungen verzeichnet seit 1997 einen stetigen Aufwärtstrend (Statista, 2018, 15) . Zwar kaufen und lesen auch immer mehr Menschen Zeitschriften online, doch gerade längere Texte werden häufig lieber auf Papier gelesen (Statista, 2018, 29-30). Im Bereich des Marketings liegt die Printwerbung  in Zeitungen und Publikumszeitschriften in der ersten Hälfte des Jahres 2018 immer noch auf Rang zwei bzw. drei hinter der Fernsehwerbung (Statista, 2018, 33).   

Unserer Meinung nach ist Print deshalb noch lange nicht tot. 

Letztlich muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, wie schnell oder langsam er sich in der Welt bewegen will. Vielleicht müssen die Konsumenten erst selbst für herausfinden, ob es Ihnen gut tut, ab und an ‘mal eine Zeitschrift zur Entschleunigung zu lesen. Aber diejenigen, die dies bereits tun, die beschäftigen sich intensiv mit der Materie und diejenigen erreicht man auch nach wie vor (und gerade deshalb) mit Printwerbung. 

Quellen: Statista Dossier zum Thema „Zeitschriften in Deutschland“ (2018)